SERIE: Was wir lesen – “Die Zwerge” von Markus Heitz

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“Die Zwerge” ist das erste Buch der gleichnamigen Fantasy-Reihe und wurde 2003 von Markus Heitz geschrieben.
Die Geschichte spielt im geborgenen Land, das von den Geschöpfen der Finsternis befallen wird und nur durch die steinernen Tore, die durch die Zwerge bewacht werden, noch geschützt ist. Als die Tore nicht mehr gehalten werden können, bricht die Finsternis über das Land. In dieser unsicheren Zeit wird der Zwerg Tungdil, der bei einem mächtigen Magier aufgewachsen ist und noch nie Kontakt zu anderen Zwergen hatte, auf eine Botenreise geschickt und trifft zum ersten Mal in seinem Leben auf Seinesgleichen und auch auf die Auswirkungen, die die Finsternis schon auf das geborgene Land hat.

Der Roman besteht aus mehreren Erzählsträngen und verbindet so die vielen verschiedenen Charaktere,die sich auf unterschiedlichste Weise gegen die Finsternis wehren. Allerdings kann die Vielzahl an Charakteren am Anfang etwas erschlagend wirken, da man die vielen Namen erst einmal zuordnen muss. Ist der Einstieg in das Buch gelungen, findet man sich in einer schönen detailreichen Welt, meist aus der Sicht eines naiven Zwerges, wieder und erfährt, genau wie er, Einiges über die einzelnen Zwergenstämme, ihre Unterschiede und ihre Lebensweise.
Allerdings geht es nicht nur um Zwerge, sondern um alle Bewohner des geborgenen Landes, die mehr oder weniger in Frieden zusammenleben, jedoch alle durch den gemeinsamen Feind das gleiche Schicksal teilen.

Wer also kein Problem mit einer größeren Anzahl an teilweise ähnlich klingenden Namen hat und einem schönen Fantasy-Roman nicht abgeneigt ist, dem kann ich “Die Zwerge” nur empfehlen, auch wenn ich das Buch erst recht spät entdeckt habe, freue ich mich schon darauf die Fortsetzung “Der Krieg der Zwerge” zu lesen.

Kim Zimmerschied