21 Dez

In der Weihnachtsbäckerei

Backen gehört einfach zur Weihnachtszeit

Backen gehört einfach zur Weihnachtszeit

Backen gehört für viele genauso in die Adventszeit, wie der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt oder der Kauf eines Weihnachtsbaums. Wer sich damit nicht so auskennt oder neue Rezepte ausprobieren will, kann dies bei einem der Backkurse des Studentenwerks tun. Auch unsere Redakteurin Tatjana hat das Angebot wahrgenommen und mit anderen Studenten in der Mensa gebacken.

In die Mensa zum Essen gehen kann jeder, selber dort zu backen nur die glücklichen Gewinner der Auslosung des Studentenwerks. Ich bin auch dabei. Der Titel „Weihnachtsbacken für Fortgeschrittene“ macht mich etwas nervös, da meine Backkünste kaum über Butterplätzchen und Vanillekipferl hinausgehen. Vor allem bin ich aber gespannt die Küche zu sehen, die sonst kein Student zu Gesicht bekommt.

Am Infopoint angekommen, treffen Helena, die mich mit der Kamera begleitet, und ich schon auf zwei weitere Teilnehmerinnen des Kurses. Hannah ist wie ich zum ersten Mal dabei. Auch sie ist mit einer Kamera bewaffnet. Sie will neben dem Backen Bilder machen und dann auf ihrem foodblog  von diesem Kurs berichten.

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Ein bisschen Fingerspitzengefühl bedarf es schon beim Backen

Da der erste Kurs sehr schnell ausgebucht war, gab es diesmal extra mehr Plätze. Voll belegt ist der Kurs diesmal jedoch nicht. Und auch zum letzten kamen nicht alle. „Von den acht, die sich letzte Woche angemeldet haben, waren nur vier da“, berichtet Michele, die schon in der letzten Woche dabei war. In diesem  Anfängerkurs wurden die altbekannten Backwerke gemacht: Butterplätzchen, Vanillekipferl und Linzer Augen. “Der Kurs hat mir so gut gefallen, da musste ich wieder kommen”, so Michele und lässt bei mir Vorfreude wachsen.

Backen wo sonst Salate gemacht werden

Wir werden abgeholt und in den Teil der Küche begleitet, in dem wir heute backen. Dort wartet Etienne auf uns. Er ist sonst in der Mensa Vital und im Spätdienst der Mensa beschäftigt und leitet heute den Kurs. Gebacken wird dort, wo sonst Salate zubereitet werden. Doch auch der Rest der Küche wird uns gezeigt. Alles dort ist riesig und aus Metall. Es gibt eine Frittierstraße, Öfen, die gefrorenes Gemüse in zehn Sekunden garen und sogar eine eigene Metzgerei.

Dann geht es endlich los mit dem Backen. Heute ist es schon etwas anspruchsvoller – Lebkuchen, veganes Panforte – „Die italienische Antwort auf Lebkuchen“, wie Etienne es nennt – und Christmas dough. Quasi nicht durchgebackener Kuchenteig in einer kleinen Auflaufform, serviert mit Eis.

Geschnippelt, Geknetet, Gerollt

Zunächst die italienische Spezialität – da diese eine Stunde ruhen muss – Backen bedeutet auch immer Zeit zu haben. Aprikosen werden geschnippelt, Teig geknetet, Zimt und Nelken hinzugefügt. Alles wird nun zusammengeschüttet und verknetet. Danach wird es zu Würsten gerollt, in Frischhaltefolie gepackt und in den Kühlschrank gelegt.

Weiter geht es mit den Lebkuchen. Die Aprikosen werden durch Orangen ersetzt, vegan wird gestrichen – und diesmal hilft die Technik: Vermengt wird alles mit  der KitchenAid Maschine, um die Hannah die Mensa beneidet. Drei Bleche Lebkuchen schieben wir jetzt in den Ofen – aus dem schon bald ein betörender Duft kommt.

Naschen gehört dazu

Mmmh...

Mmmh…

Als er zurückkommt ist es bereits Zeit die Teigwürste für die Panforte in Stücke zu schneiden. Sich zu konzentrieren fällt schon schwer – zu gerne will ich die Früchte und den Teig probieren. Aber naschen kann man ja bei dem rohen Teig auch. Die Bleche bekommen wir trotzdem voll.

Nachdem auch die Panforte im Ofen sind, geht es an den Christmas dough. Ich fette sechs kleine Auflaufformen ein. Währenddessen wird indes wieder von der Kitchen-aid gemischt. Das klappt erst nicht so recht, doch dann können wir den Teig auf die Formen verteilen. Dabei wird wieder fleißig probiert. Vor lauter Nascherei weiß ich schon gar nicht mehr, wie ich später den Christmas dough essen soll.

Das Auge isst mit

Während dieser schließlich im Ofen ist, werden die Lebkuchen mit Zuckerguss und Pistaziensplittern dekoriert und die Panfortestücke aufgeteilt. Jeder von uns bekommt eine Brotdose für unsere Plätzchen. Die reicht allerdings bei Weitem nicht, sodass jeder noch eine Plastiktüte zusätzlich füllen kann.

Probieren, probieren, probieren

Nachdem die Panfortestücke verteilt sind, ist auch der Christmas dough fertig. Jeder bekommt darauf eine Kugel Eis nach Wahl und während Etienne in der Küche aufräumt, lassen wir es uns schmecken. Ich schaffe gerademal die Hälfte meiner Kalorienbombe und kann auch davon noch etwas mit nach Hause nehmen. Während des Essens sind wir uns alle einig, dass wir auch an weiteren Kochkursen teilnehmen wollen – auch wenn diese ab dem nächsten Jahr etwas kosten sollen. Das ist es uns wert.

Hauptsache es sind genug Plätzchen für alle da - auch nach dem Naschen

Hauptsache es sind genug Plätzchen für alle da – auch nach dem Naschen

Am Ende des Abends gehe ich mit einer Brotbox, einer „take-away“-Box und einer Plastiktüte voll Keksen nach Hause. Und natürlich mit dem Gefühl bis Weihnachten nichts mehr essen zu können. Doch schon ein paar Stunden später, nasche ich schon wieder. Die Plätzchen sind einfach zu lecker.

 

Artikel und Fotos von Tatjana Döbert

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