Ein Hilfsmittel gegen Fernweh? – Interview mit GapYears.de

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Jedes Jahr interessieren sich Abiturienten und Studierende erneut für Aufenthalte im Ausland. Auf die anfängliche Motivation der Reiselust folgen allerdings bald die ersten organisatorischen Hürden. Fragen treten auf, die Möglichkeiten und Angebote diverser Organisationen sind vielfältig. Mit dieser Thematik befasste sich Dr. Niko Bärsch und gründete daraufhin die Website GapYears.de. Gerne erklärte er sich für ein Interview mit dem UNIversum-Magazin bereit.

UNIversum:

Gerade das Ausland bietet unzählige Möglichkeiten, um die freie Zeit zwischen zwei Abschnitten des eigenen Lebens zu nutzen. Zunächst interessiert uns daher Ihr persönlicher Hintergrund zum Thema Auslandsaufenthalt und Co. Was waren Ihre Gründe für die Erstellung einer eigenen Website und wie finanziert sie sich?

Dr. Bärsch:

Auf das Thema Gap Years brachte mich im Sommer 2017 ein Radiobericht. Es gab noch keine unabhängige deutschsprachige Seite zu dem Thema, und die Domain gapyears.de war noch nicht vergeben – also habe ich für diese Adresse ab Herbst 2017 Grafiken und Websites erstellt, Informationen gesammelt und Social-Media-Profile eingerichtet. Ich erstelle Internetseiten seit über 15 Jahren im Rahmen eines Hobbys – früher wenig professionell, mit der Zeit etwas ausgereifter. Für meine Besucher etwas wirklich Hilfreiches zu erschaffen und es bekannt zu machen, ist dabei mein sehr persönliches Ziel. Nebenher wurde GapYears.de für mich zu einer Referenz als nebenberuflicher Webdesigner für einfache, kleine Firmenwebsites, die ähnlich wie diese Website modern und smartphonegeeignet sind. Wirtschaftliche Interessen stehen ansonsten im Hintergrund. Auf GapYears.de möchte ich künftig auch provisionierte Werbelinks verwenden (die als Werbung gekennzeichnet werden) – aber nur, wenn sie inhaltlich sinnvoll sind: Jeder Link soll einen Mehrwert bieten. Mit Glück finanzieren Werbe-Einnahmen dann später einmal den weiteren Pflege-Aufwand der Seite.

UNIversum:

Wer sich beispielsweise als Abiturient für Work & Travel im Ausland interessiert, stellt schnell fest, dass es bereits mehrere Vergleichsseiten zum Thema Auslandsaufenthalt, -jobs und -reisen gibt. Was unterscheidet Ihre Website von den anderen?

Dr. Bärsch:

Sie bietet erstens einen Komplett-Überblick zum Thema Gap Years, also nicht z.B. nur über Work & Travel oder nur über Freiwilligendienste. Zweitens verlinkt sie zu jedem Thema die Angebote mehrerer konkurrierender Anbieter. Bisher stammen deutsche Seiten, die einen Gesamtüberblick zu geben scheinen, im Allgemeinen von kommerziellen Anbietern, die z.B. Auslandsaufenthalte organisieren, Messen veranstalten oder Sprachreisen durchführen und mit weiteren Angeboten kombinieren.

UNIversum:

Wie schätzen Sie die Wirkung eines Auslandsaufenthaltes auf die Persönlichkeit junger Menschen ein?

Dr. Bärsch:

Sehr hoch. Es ist sogar das ausdrückliche Wunschziel von GapYears.de, dass irgendwann viele junge Menschen sagen: “GapYears.de hat mir einen guten Einstieg gegeben, um mich für mein Gap Year zu entscheiden – und damit mein Leben bereichert.” Welches Feedback geben Ihnen die Nutzer Ihrer Seite? GapYears.de hat bisher keine regelmäßigen Nutzer: Es muss erst noch verlinkt und bekannt werden. Von mehreren Betreibern von Gap-Year-Blogs habe ich aber bereits ein einhelliges Feedback bekommen: Sie wollen mich gern weiterempfehlen – und: Sie hätten sich bei der Entscheidung für ihr eigenes Gap Year eine Seite wie GapYears.de gewünscht.

 

UNIversum:

Abschließend eine eher kontemplative Frage: Wenn Sie rückblickend allen jungen Menschen, die ins Ausland wollen, einen Rat geben könnten, welcher wäre das?

Dr. Bärsch:

Verbringt euer Gap Year mit Beschäftigungen oder an Orten, die euch ganz persönlich besonders interessieren oder reizen – ohne dabei bereits an euer Berufsziel zu denken!

 

Adrian Mertes