Die neuen Abenteuer der Justice League – Achtung Spoiler!

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In einer Welt, in der Superman von uns gegangen und die Verzweiflung der Menschen ins Unermessliche gewachsen ist, gefährdet eine alte Bedrohung die uns bekannte Welt und eine ungleiche Gruppe von Helden ist die letzte Hoffnung für die Menschheit.

Was tut man, wenn der Mann, der die Menschen vor Katastrophen aller Art beschützt hat, sie lehrte, mutig zu sein und ihnen eine wahre Inspiration war, auf einmal an seinen Aufgaben scheitert und die Hinterbliebenen ratlos zurücklässt?

Man sieht die Städte langsam im Chaos der eigentlich alltäglichen Kriminalität untergehen und trauert umso mehr um den verstorbenen Helden.

Viel schwieriger wird das Nach-Vorne-Blicken dann, wenn sich eine Katastrophe anbahnt, die nicht mehr alltäglich ist, sondern die ganze Welt zu vernichten droht.

Vor eben diesem Problem stehen die Menschen zu Beginn von „Justice League“, dem neuen Superheldenfilm von DC unter der Regie von Zack Snyder.

Am Ende des Films Batman v Superman, an welchen Justice League anknüpft, stirbt Superman einen tragischen Tod, als er versucht, das von seinem Antagonisten Lex Luthor erschaffene Monster Doomsday zu töten, dabei jedoch von dessen Knochen aufgespießt wird.

Als sich nun also eine neue Gefahr in Form des tausend Jahre alten Steppenwolfs anbahnt, beschließt Bruce Wayne, die Justice League zu rekrutieren, um diese Gefahr abzuwenden.

Dafür sucht er sich Unterstützung von der Amazonenprinzessin Diana, die undercover als Wonderwoman gegen das Böse kämpft, Flash der seine Fähigkeiten vor seinem Vater geheim halten muss, Aquaman und Victor, der von seinem Vater teilweise in eine Maschine umgebaut wurde, und eine besondere Verbindung zu der aufziehenden Bedrohung hat.

Zuerst lassen sich nur Diana und Flash überzeugen, doch als die Gefahr immer größer wird, schließen sich auch die anderen Helden zusammen, da sie einsehen müssen, dass sie sonst nicht den Hauch einer Chance haben zu siegen.

Doch als Steppenwolf bereits zwei von drei Mutterboxen gesammelt hat, mit denen er plant, die Welt so, wie wir sie kennen auszulöschen, versucht die „Justice League“ denjenigen vom Tod zurückzuholen, der die Menschheit nie im Stich gelassen hat.

Mit Hilfe der dritten Mutterbox schaffen sie es tatsächlich, Superman von den Toten zurückzuholen, jedoch steht dieser unter Schock und greift die anderen Helden an. Erst als seine Frau Lois Lane eintrifft, beruhigt er sich und fliegt mit ihr zu ihrem gemeinsamen Haus, um sich zu erholen.

Aufgrund der Ablenkung durch den Kampf mit Superman verlieren die Helden die dritte Mutterbox aus den Augen und damit an Steppenwolf, der daraufhin mit der Neugestaltung der Welt beginnt.

So macht sich die Justice League auf den Weg, um der Gefahr die Stirn zu bieten. Ihre Hoffnungen ruhen dabei auf Victor, der mit der Energie einer der Mutterboxen geschaffen wurde und so die Macht hat, ihre zerstörerische Kraft aufzuhalten.

In dem actiongeladenen finalen Kampf trifft nun auch Superman ein, um den anderen Helden zur Seite zu stehen und mit seiner Hilfe schaffen sie es tatsächlich, Steppenwolf zu besiegen und die Welt vor dem Untergang zu retten.

Besonders positiv überrascht hat mich Flash, da er mit seinen Sprüchen und der jugendlichen Unschuld, mit der er die Justice League unterstützt hat, einen Großteil des Humors in dem Film ausgemacht hat (hinzu kam der unerwartete Satz von Steppenwolf, der während einer dramatischen Kampfszene spontan der Meinung war, betonen zu müssen, dass Victor nicht würdig sei, seine Mutter (-boxen) zu berühren).

Etwas fraglich fand ich die Darstellung von Aquaman, der zwar Dank einer fantastischen Besetzung von Jason Momoa absolut gern gesehen war, allerdings kaum dazu kam, seine Kräfte einzusetzen, da leider selten das Wasser vorhanden war, welches er dafür gebraucht hätte, wodurch er keinen allzu großen Einfluss auf die Handlung zu machen schien.

Schöne Auflockerungen der Haupthandlung bekamen die Zuschauer durch kleine Nebenhandlungen, wie beispielsweise dem Wiedersehen von Lois und Clark oder den privaten Gesprächen zwischen Bruce und Diana sowie einigen kleinen Differenzen und Scherzen innerhalb der Justice League.

Mit unglaublich gutaussehenden Effekten und einem mit Spannung geladenen Höhepunkt war der Film fesselnd, emotional und allen Fans der Superhelden absolut zu empfehlen.

Lina Benndorf

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