Allein unter Tausenden – Wenn Studierende einsam sind

Dieser Beitrag entstand als Projekt im Rahmen einer universitären Übung. Durch verschiedene Erfahrungen anderer Studierender, die mit mir geteilt worden sind, sah ich die Möglichkeit, so eine Problematik anzusprechen, welche präsenter und aktueller zu sein scheint, als es den allgemeinen Anschein hat. Es ist der Wunsch vieler Studierender gewesen, ihre Erfahrungen zu teilen und ich hoffe, so kann ein Raum geschaffen werden, in dem der Austausch miteinander mehr Platz gewinnt. 

Ein leerer Hörsaal in einer deutschen Universität. Es riecht muffig und die Neonleuchten surren. Einzelne Studenten sitzen in den Bänken, sie haben Kopfhörer in den Ohren und tippen auf ihren Laptops herum. Ich setze mich neben ein Mädchen und tippe sie an: „Hey, wie geht es dir? Darf ich mich setzen?“ frage ich sie. Sie mustert mich stumm und setzt ihre Kopfhörer wieder ins Ohr.

Ich wage heute einen Selbstversuch. Wie ist es, einsam in der Uni zu sein? Einem Ort, voll, geradezu überladen mit den verschiedensten Menschen verschiedenster Gesinnungen und Ansichtsweisen? Ist das überhaupt möglich? Wie allein kann man in einer großen Universität schon sein? Sehr allein, wie ich an diesem Tag herausfinden sollte.

Vorbereitend spreche ich mit meinen Freunden aus der Uni: „Tut bitte einen ganzen Tag so, als würdet ihr mich nicht kennen. Ignoriert mich ruhig.“ Ich ernte unglaubwürdige Blicke, kann aber allen das Versprechen abgewinnen, unsere Freundschaft für einen Uni-Tag lang auszusetzen. Ich behaupte von mir selbst, eine Person zu sein, die schnell Anschluss findet, Ich bin ein offener, kommunikativer Mensch, der ohne Schwierigkeiten auf Leute zugehen kann. Vielen Einzelgängern wird nachgesagt, das eben nicht zu sein, was zur Frage führt: Ist es also möglich, überhaupt niemanden zu haben? So richtig glauben kann ich es nicht und versuche so unvoreingenommen und positiv wie möglich zu sein.

„So langsam wird mir unwohl, denn ich habe das Gefühl, dass die Leute mich anstarren.“

Trotz meines negativen ersten Erlebnisses will ich mich nicht entmutigen lassen und setze mein Experiment fort. Ich wandere durch die Gänge, kaufe mir einen Muffin und setzte mich an einen Tisch. Um mich herum viele Kommilitonen an Tischen, die schwatzen und lachen. Hier und da immer wieder einzelne Leute, teilweise lesend, teilweise auf ihr Smartphone starrend. So langsam wird mir unwohl, denn ich habe das Gefühl, dass die Leute mich anstarren. Ich habe im Gegensatz zu meinen Kommilitonen nicht mal mein Smartphone auf dem Tisch liegen. Früher ging man vor die Tür, um zu rauchen, damit man nicht so einsam aussieht, heute ersetzt man das durchs Starren aufs Smartphone.

Irgendwann stehe ich auf, um in meine Vorlesung zu gehen und dann fange an zu googeln: „Wie finde ich Freunde an der Uni?“, „Einsamkeit Universität“ oder „Anschlussfinden in einer neuen Stadt“. Die Ergebnisse sind ernüchternd. Gutgemeinte Ratschläge wie „Einfach durchhalten und offen sein :)“, „bei manchen dauert’s länger“, „Geh doch mal zu einer Party!“ oder „Hochschulsport ist da ne gute Sache!“ überfluten mich. Aber was mache ich, wenn ich eben der offenen, motivierten Sportskanone nicht entspreche? Oder Uni-Partys nichts für mich sind?

Auch andere Studenten haben sich zu diesem Thema Gedanken gemacht. Die Studierenden der Universität Göttingen haben genau zu diesem Thema einen Kurzfilm verfasst, der viele Leute zu Wort kommen lässt und deren Facette von Einsamkeit thematisiert. Auch hier zeigt sich wieder deutlich: Einsamkeit ist ein hochschulübergreifendes Problem, mit dem verschiedenste Persönlichkeiten zu kämpfen haben und dem sich deutlich zu wenig angenommen wird.

Einsamkeit, sich Allein fühlen- Alltag an deutschen Hochschulen

Quelle: WikiCommons

Als ich nach diesem langen Tag nach Hause komme, grüble ich über die Erfahrungen anderer Studenten. Wie kann es sein, dass ein Massensystem so viele Menschen herausfiltert? Kurz entschlossen setzte ich einen Jodel ab. Jodel, eine Studenten-App, ist seit ihrem Aufkommen vor gut anderthalb Jahren ein Massenkommunikationsmittel der Studenten. Egal, ob Fragen zur Haushaltsführung, Kontakten oder Dozenten- bei Jodel gibt es von Studenten für Studenten anonyme Antworten zu allen Themenbereichen. Es dauert nicht lange und auch ich werde mit Antworten überhäuft, die eindeutig sind: Viele haben diese Erfahrungen gemacht, die mich durch meinen Tag gejagt hat. Sie fühlen sich einsam in einer Masse, wissen nicht wohin mit sich. Viele berichten, sich auch noch nicht so gut in der Stadt zurechtgefunden zu haben oder, dass durch den ganzen Lernstress keine Möglichkeiten gegeben sind, einfach mal so auf Partys zu gehen.

„Zuhause bin ich ein offener Mensch!“

Viele der anonymen Jodler möchten sich sogar mit mir treffen, um über das Problem und ihren Alltag zu sprechen. Eine von ihnen ist die 20-jährige Lena*, die im 4. Semester auf Lehramt studiert. Wir verabreden uns in einem Café, damit sie mir berichten kann: „Ich weiß einfach nicht, woran es liegen könnte. Zuhause habe ich einen großen Freundeskreis, ich bin ein sehr offener Mensch. Nur hier scheint sich dafür niemand zu interessieren.“ Sie seufzt und blickt sich um. Um sie herum laufen ihre Kommilitonen. Einige sitzen gemeinsam an Tischen, andere liegen im Sonnenschein auf Picknickdecken vor dem Gebäude. Obwohl deutsche Universitäten vor Studenten überlaufen sind, ist Lena kein Einzelfall im Hochschulsystem. Viele fühlen sich schlecht integriert und wissen nicht, wie sie sich richtig hineinfinden sollen, nicht nur in das komplizierte Bachelor- und Mastersystem, sondern auch in das soziale Uni-Leben.

Dass sich viele deutsche Studenten einsam fühlen, ist ohne Zweifel. Im „Studierendensurvey“, einem Forschungsbericht der Universität Konstanz für das Bildungsministerium für Bildung und Forschung zu sozialen und psychologischen Themen im Studium, wurden 7590 Hochschüler befragt. Auch hier zeichnet sich ein klares Bild, welches Michael Ramm, Mitglied der dafür verantwortlichen Forschergruppe in einem Gespräch mit „Spiegel Online“ beschreibt: „Fast die Hälfte der Studierenden fühlt sich nur auf Leistung reduziert, ein Drittel vermutet, dass es niemandem auffallen würde, wenn sie plötzlich fehlten. Und jeder Siebte hat bei Studienproblemen überhaupt keinen Ansprechpartner, weder unter Kommilitonen noch unter Dozenten.“

„Die Türen sind immer zu.“

Ich stelle mir die Frage, wie man Einsamkeit überhaupt definiert. Ist das, was ich als einsam empfinde, das, was andere fühlen? Mich interessiert, wie Studenten Einsamkeit definieren. Das frage ich Timon*, der wie ich Geschichts- und Kulturwissenschaften studiert. Für ihn ist es eher das Gefühl, wenn man die Uni verlässt und sich auf den Heimweg begibt: “Ich habe in der Uni in jeder Veranstaltung Leute, die ich kenne und neben die ich mich setzen kann. Aber das sind für mich alles flüchtige Bekannte. Wenn ich nach Hause gehe, bin ich einsam.“ Er wohnt im Studentenwohnheim und kennt dort kaum jemanden: „Die Türen sind immer zu.“

Auch Yildiz* geht es ähnlich. Sie arbeitet zusätzlich neben der Uni, um sich das Studium zu finanzieren: „Entweder sitze ich in den Veranstaltungen oder hetze zur Arbeit. Für soziale Kontakte hätte ich gerne mehr Zeit. Ich glaube, ich habe den richtigen Moment verpasst, Freunde zu finden.“ Wenn sie abends auf ihrem Bett sitzt, fühle sie sich einsam und vor allem selbstverantwortlich: „Ich könnte mehr Kontakte knüpfen und will es auch, aber ich stehe wie vor einer Glaswand und schaue mir die Anderen an. Da ist keine Möglichkeit, ich weiß selbst nicht warum, denn ich könnte ja eigentlich.“ Schnell wird mir klar, dass Einsamkeit viele Facetten hat und sich nicht nur auf die physische Präsenz in der Universität beschränkt.

Harter Konkurrenzdruck, wenig Zeit – die Ursachen sind vielfältig

Was ist die Lösung dieses Problems? Die Lösung ist schwierig, denn es gibt sie nicht. An jeder Hochschule in Deutschland gibt es Beratungsstellen, die den Studenten in Notsituationen, aber auch in kleinen Alltagsproblemen zur Seite stehen. Jedoch nehmen laut der am Anfang schon vorgestellten HISBUS-Studie 58% der Befragten diese nicht in Anspruch und das obwohl 96 % der Befragten bei mindestens einem der angegeben Themenbereiche einen hohen Problemdruck angab, darunter 15% einsame oder sozial abgehängte Studenten. Dieses schwierige Umfeld führt oft zu Leistungseinbrüchen, beziehungsweise macht es noch schwieriger, mit dem Lernstoff klarzukommen und erfolgreich im Studium zu sein.
Auf mehrmalige Anfrage für ein Statement reagierte der Asta und die dazugehörige Beratungsstelle der Justus-Liebig Universität Gießen jedoch nicht.

Zusätzlich werden die Studenten in vielen Fachbereichen einem harten Konkurrenzdruck ausgesetzt, womit auch ich schon selbst habe Erfahrungen machen müssen. Während sich mein Medizin-studierender Freund später keine Gedanken über einen Job machen muss, graust es mir schon vor Bewerbungen für einen Masterstudienplatz und der Zeit nach dem Studium. Der Druck ist hoch, was passiert also mit jemandem der noch nicht weiß, wohin mit sich oder über wenig Selbstbewusstsein verfügt, um sich zu behaupten? Richtig, die Person schottet sich ab und fliegt im schlimmsten Fall aus dem System.

Lösungen? Fehlanzeige!

Insgesamt gibt es kein Erfolgsrezept für Geselligkeit im Studium, denn jeder ist unterschiedlich. Es gibt nun mal schüchterne und offene Leute, sportliche und unsportliche Leute und Leute, die sich schnell in Situationen einfinden können. Es gibt keine großen Studentenverbindungen mit griechischen Buchstaben, Ritualen, Shirts und einer großen Portion Teamgeist, die die „verlorenen Schäfchen“ aufsammeln könnten. Dieser „College-Spirit“ und das einhergehende Zusammengehörigkeitsgefühl ist nichts, was in Deutschland je Fuß gefasst hätte.

Auch die Tipps aus dem Internet helfen wenig, denn wenn jemand in so eine Situation kommt, braucht es Zeit und Kraft und die hat nun mal nicht jeder. Aber vielleicht ist schon ein paar Leuten geholfen, wenn kommunikative Kommilitonen nach links und rechts aus ihrer „Peer-Group“ schauen und diese tolle Charaktereigenschaft nutzen, indem sie sich in der Mensa mal neben jemanden setzten, der einsam isst bzw. einsam aussieht. Damit möchte ich nicht die Betroffenen aus der Pflicht nehmen, denn es hängt immer von zwei Leuten ab. Manche mögen das Einsamsein und deren Privatsphäre ist zu respektieren. Aber den ersten Schritt für jemanden zu tun, der schüchtern ist, ist meiner Meinung nach eine tolle Sache.

Als ich aus dem Hörsaal gehe, drehe ich mich noch einmal kurz um und sehe, dass mich das Mädchen, das mich eben abgewiesen hat, direkt anschaut. Es ist still und die Neonleuchten surren, der grüne Linoleumboden quietscht unter meinen Schuhen bei jedem Schritt. Ob sie sich wohl wünscht, anders reagiert zu haben? Oder ist sie wohl froh, dass ich einfach weggegangen bin? Ich verlasse den Hörsaal und nehme mir vor, sie anzulächeln, wenn ich sie nochmal sehen würde. Vielleicht hatte sie einfach einen schlechten Tag.

 

Danielle Dörsing




Erster Platz für JLU-Team beim Stadtradeln 2018

Das vierte Gießener Stadtradeln endete am 25. Juni. Die Aktion des Klimabündnisses lud ein, ein Zeichen gegen den Klimawandel zu setzen. Alle Bewohner, Vereinsmitglieder, Arbeitnehmer und Studierende der Stadt Gießen konnten mitradeln (UNIversum berichtete).

Das Team der JLU erreichte mit 49.068 geradelten Kilometern den ersten Platz in Gießen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr konnte es damit seinen Rang verteidigen und steigerte die gefahrene Strecke um über 10.000 Kilometer. 331 Studierende und Mitarbeiter der JLU traten für das Uni-Team an. Damit hat sich die Teilnehmerzahl deutlich gesteigert, im vergangenen Jahr waren es noch 220 Starter.

Die fleißigsten Radler der JLU in diesem Jahr waren Christian Schenk, Lehramtsstudent und Hiwi im Bereich Trainingswissenschaften (1389,7 Kilometer), Hendrik Jahn, Mitarbeiter des Dezernat C-Personal (975,8 Kilometer) und Heiko Müller, Masterstudent am Institut für Bioinformatik und Systembiologie (857,6 Kilometer). Sie alle nutzen für den Weg zur Uni überwiegend das Fahrrad, aber auch darüber hinaus, wie sie auf UNIversum-Anfrage mitteilten.

Christian Schenk macht in seiner Freizeit Cross- und Rennradtouren rund um Gießen. Das Stadtradeln habe ihn noch einmal zusätzlich motiviert, sagt er. Dieses Jahr habe er das erste Mal teilgenommen, er nehme sich aber vor, auch das nächste Mal wieder mitzumachen.

Durch seine Aktivität als Triathlet für das Team-Naunheim.de trainiert Hendrik Jahn ganzjährig auf dem Fahrrad. In der Zeit des Stadtradelns sei er in einem Trainingslager im Schwarzwald gewesen und habe auch dort Kilometer für das JLU-Team sammeln können, erzählt er. Er nahm bereits 2017 am Stadtradeln teil.

An durchschnittlich vier Tagen in der Woche ist Heiko Müller mit dem Rennrad unterwegs. Im vergangenen Jahr habe er auch am Stadtradeln teilgenommen, sei aber nicht so weit vorn platziert gewesen. Inzwischen nehme er an Radrennen teil und fahre durch die Trainingseinheiten nun mehr Kilometer pro Woche, erklärte er.

Die JLU nahm auch in vergangen Jahren am Stadtradeln teil. 2016 erstmals mit einem gemeinsamen Team für die Uni. Dieses belegte den zweiten Platz. Seitdem beteiligten sich jedes Jahr mehr Studierende und Mitarbeiter an der Aktion, teilte Sara Strüßmann von der JLU-Pressestelle mit.

Auch insgesamt steigen die Teilnehmerzahlen in Gießen immer mehr an. In den drei Wochen, in denen die Aktion in Gießen lief, beteiligten sich über 100 Teams mit insgesamt mehr als 2.090 aktiven Radelnden. Dabei kamen 339.093 Kilometer und eine CO₂-Vermeidung von 48 Tonnen zusammen. Auch die Zahl der teilnehmenden Kommunen ist in den letzten Jahren laut einer Darstellung des Klima-Bündnisses kontinuierlich angestiegen. In diesem Jahr seien bisher über 780 Kommunen registriert, der Anmeldezeitraum laufe allerdings noch bis Anfang September, teilte Katja Bürckstümmer vom Ordnungsamt Gießen mit.

Die abschließende Veranstaltung in Gießen findet am 20. Juni im Alten Schloss statt. Dort werden die erfolgreichsten Radler geehrt, das Experiment „21 Tage ohne PKW“ vorgestellt und eine Tombola für den Klimaschutz veranstaltet.

Maike Heimsoth




Grusel für jeden Preis

Du hast dich noch nicht für ein Kostüm für deine Halloween-Party entschieden – es darf aber gerne ausgefallener sein als die üblichen Vampirzähne oder Teufelshörner? Viel Geld willst du aber auch nicht ausgeben? Kein Problem!  UNIversum war für dich im  Kostümverleih “Wundertüte” in Lich. Zusammen mit Inhaberin Doris Blasini haben wir uns auf die Suche nach dem Schrecklichen begeben. 

Auf 120 Quadratmetern hat Blasini unzählige Kostüme zur Auswahl. Auf die Frage, wie viele es denn etwa sind, kann sie nur antworten “Bei 5000 habe ich aufgehört zu zählen – das war vor 10 Jahren”. Hier verkauft sie aber nicht nur Kostüme für Karneval, Halloween oder Mottoparties, sondern leiht auch alle aus. Ab 19.95 Euro kann man so für eine Nacht  alles sein, was man will.

 

Der Klassiker und wenig Aufwand: Die Maske eines Horror-Clowns. Seit dem Film “Es” hat sie einen absoluten Kultstatus. Ein schwarzes Hemd dazu oder ein buntes Zirkus-Outfit ist alles was man benötigt um die Verkleidung abzurunden.

Wer unter der Maske schlecht Luft bekommt, kann sich auch einfach einen Schleier aufsetzen. Ein Blickfang  und passt perfekt zur schwarzen Witwe oder der Hexe. Auffällige Schminke kann hier natürlich nicht schaden. An sonstigen Accessoires fehlt es natürlich nicht – und auch die Vampirzähne oder Kunstblut kann man in der “Wundertüte” bekommen.

Die absoluten Ausleih-Lieblinge bei Männern und Frauen, wie uns die Inhaberin versichert. Es könnte im Club zwar warm werden, aber wer eine gemütliche Houseparty für Halloween plant, der darf auch mal mehr Stoff tragen. Es muss ja nicht immer die sexy Hexe sein. Die Kostüme sind in allen Großen erhaltbar. Hüte, Schuhe, Schmuck – alles was dazu passt, kann auch mit ausgeliehen werden.

 

Wer es etwas bunter mag, kommt natürlich auch auf seine Kosten. Das Clownköstum mit Steampunk-Elementen mischen – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Über die Reinigung muss man sich auch keine Gedanken machen. Die ist im Ausleihpreis bereits enthalten.

Wer jetzt Interesse hat: Die Wuntertüte hat täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet – nach Vereinbarung auch schon früher.

Happy Halloween! 

Ein Beitrag von Kim Hornickel, Jennifer Meina und Marek Szabowski




Gießen – deine Lieblingsplätze

Gießen ist hässlich? Das muss nicht sein! Wir haben Gießener Studierende gefragt, welche Orte sie ganz besonders mögen und welche Tipps sie für die Neuen  in der grauen Stadt ohne Meer haben. Seht selbst, wo es das beste Bier gibt, die tollste Grillstelle und den schönsten Weg zum Spazieren.

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Umfrage und Fotos von Luisa Kreiling und Franziska Brungs




“Um das Debattieren populär zu machen”

Am Donnerstagabend ist es wieder so weit: Das DebattierDuell: Studis vs. Profs 2.0 steht an! Wir haben uns mit dem Präsidenten des Georg Büchner Debattierclub Gießen zusammengesetzt und Vasily Melnikov hat uns Rede und Antwort gestanden.

Universum: Ein Debattierklub – Wie läuft das ab?

Vasily Melnikov ist der Präsident des Gießener Debattierklubs. Der 29-Jährige studiert Osteuropäische Geschichte an der JLU.

Melnikov: Wir machen dort kleine Trainings, zum Beispiel eine „60 Seconds Übung“. Du sitzt dabei in einer Gruppe von einigen Leuten und der erste Redner kriegt ein Thema vorgegeben, zum Beispiel „Fahrradhelmpflicht einführen“ und dann ist es seine Aufgabe, 60 Sekunden lang zu reden ohne „ähm“ gesagt zu haben. Und wenn er das nicht schafft, dann muss der nächste die Gegenposition einnehmen und wenn er das auch nicht schafft, dann muss der Dritte wieder dafür sprechen und so weiter. Wenn du es hinbekommst 60 Sekunden lang ohne „ähm“ zu sagen, deine Rede zu halten, dann darfst du das nächste Thema bestimmen. Das ist etwas, das wir meistens am Anfang machen, vor allem mit neuen Leuten, damit sie merken, dass man durch solche kleinen Übungen schon seinen Redefluss verbessern kann.

UNIversum: Erzähl uns was über den Club.

Melnikov: Zu dem Club an sich, der Club wurde 2013 von Eva-Maria Aulich gegründet, das ist die ehemalige Leiterin vom Gießener Graduiertenzentrum Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften und Nicole Tamka vom Zentrum für Lehrerbildung. Es gibt deutschlandweit über 45 aktive Clubs. Es findet bald auch die deutsche Debattiermeisterschaft statt.

UNIversum: Ihr seid inzwischen ein eingetragener Verein, was war der Grund dafür und wie kann man sich das Vereinsleben vorstellen?

Melnikov: Die Intention dahinter war, das wir auch nach außen als Club anders wahrgenommen werden wollte, also nicht einfach als ein Zusammenschluss von Leuten, die ein bisschen Spaß haben wollen, sondern wir wollten uns professionalisieren. Wir haben uns vor allem dafür entschieden, einen Verein zu gründen, damit wir in erster Linie eine Struktur bekommen. Es gab auch davor schon Vorstände, aber wir wollten, dass der Vorstand gewisse Rechte und Pflichten bekommt. Wir haben Ressorts gebildet, zum Beispiel ein Finanzressort, PR oder „Socials“ – das sind die Leute, die für die Veranstaltungen außerhalb der Debatten zuständig sind und die unserer Reisen organisieren. Wir haben auch ein Ressort für Trainer – zum Beispiel kommt regelmäßig Lennart Lokstein zu uns, der Deutsche Debattiermeister 2015. Er wird übrigens auch beim diesjährigen Professorenduell Ehrenjuror sein.

UNIversum: Und wie viele Leute debattieren bei euch regelmäßig?

Melnikov: Es gibt einen harten Kern von ungefähr 12 Leuten, die regelmäßig zu Debatten kommen, die anderen schwanken immer von Semester zu Semester. Jetzt im Wintersemester waren durchschnittlich zwischen 15 und 18 Leuten bei unseren Debatten.

UNIversum: Im vergangenen Jahr habt ihr mit großem Erfolg das Debattierduell Studis vs. Profs ausgerichtet, wie seid ihr auf die Idee gekommen ?

Melnikov: Also viele andere Clubs in Deutschland machen dieses Format auch. Bei dieser Art von Debatte handelt es sich um eine Showdebatte, das heißt hier geht es darum, das Debattieren als Sportart populär zu machen. Ich war vor zwei Jahren beim Professoren-Duell der Marburger und wir haben uns dann gedacht, das machen wir jetzt auch!

UNIversum: Hat euch der Erfolg verwundert?

Erfolgreiche Premiere im vergangenen Jahr

Melnikov: Im letzten Jahr haben  sehr viel Kraft in die Werbung gesteckt. Wir haben ursprünglich gedacht, wenn 50 Leute kommen, dann sind wir schon zufrieden. Wir waren aber in der Aula im Hauptgebäude mit insgesamt 400 Plätzen und wenn doch nur 20 Leute gekommen wären, dann wäre uns das schon peinlich gewesen. Deswegen haben wir uns Stellwände besorgt, auf die wir dann haben Plakate geklebt und damit den vorderen Teil des Raumes abgegrenzt haben. Die ersten Leute kamen dann schon um 18 Uhr, eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Wir haben dann gemerkt, wir müssen die Stellwände wegstellen. Wir haben die erst einmal vier Reihen nach hinten gestellt. Es haben sich aber immer mehr Leute gesammelt und dann haben wir die Stellwände ganz weggeräumt. Wir hatten befürchtet, dass wenige Leute kommen und im Endeffekt waren 150 bis 200 Leute da – damit hatten wir nicht gerechnet und waren sehr froh, so viele Leute dabei gehabt zu haben.

UNIversum: Und dieses Jahr steht jetzt die Neuauflage an, habt ihr im Vergleich zum letzten Jahr irgendetwas geändert?

Melnikov: Wir haben neue Professoren! Letztes Jahr hatten wir Frau Klehe und Herrn Kersting von der Psychologie und Herr Wolters [Tierökologie, d. Red.], der für die „Elefantengedichte“ bekannt ist. Guck dir das mal an! Die Professoren haben sich dann auch eine sehr gute Debatte geliefert und dieses Jahr konnten wir Frau Dietl von der Germanistik gewinnen, Herr Vogel von der Philosophie und Prof. Dorresteijn von der Zoologie.

UNIversum: Soll das Debattierduell jetzt jedes Jahr stattfinden?

Melnikov: Ja! Das war auch letztes Jahr schon das Ziel, dass es zu einer jährlichen Veranstaltung werden sollte, weil das für den Bekanntheitsgrad des Debattierclubs und des Debattierens als Sportart an sich immens viel bringt.

UNIversum: Gucken wir ganz kurz in die Zukunft, es ist der 1. Juni 2017, 19.00 Uhr Aula der JLU. Was hoffst du in diesem Moment?

Melnikov: Ich hoffe, dass die ganze Arbeit sich gelohnt hat, die wir da reingesteckt haben, es steckt wirklich sehr viel Arbeit dahinter. Angefangen damit, dass wir Sponsoren finden mussten über das Catering, das Organisieren von Räumlichkeiten und Teilnehmern, Anschreiben von Ehrenjuroren und so weiter. Deswegen hoffe ich, dass es auf jeden Fall mindestens genauso gut besucht wird wie letztes Jahr!

 

Das Interview führte Christoph Görres

Fotos von Pauline Gauffre




Die Kracher zu Silvester

Die Deutschen geben jährlich rund 120 Millionen Euro für Feuerwerk aus

Die Deutschen geben jährlich rund 120 Millionen Euro für Feuerwerk aus

An Silvester mal etwas Neues, das wäre es doch! Hier ein paar Tipps, die die übliche Langeweile verhindern. Wie wäre es zum Beispiel statt Bleigießen mit einem Trip nach Paris oder statt zuhause Raclette zu essen einem Dinner am Meer?

Ein paar Mal werden wir noch wach und dann ist Silvester und damit erwacht die immer gleiche Frage: Was tun am Neujahrsabend? Wir von UNIversum haben die ultimativen Tipps für einen gelungenen Abend für euch zusammengestellt. Ob Gießen, Deutschland oder Europa, hier ist für jeden etwas dabei:

Tipps für ein romantisches Silvester:

1.Silvester in Gießen und keine Idee? Wie wäre es das Feuerwerk mal von Oben zu sehen? Vom 13. Stockwerk des Dachcafés aus ist ein toller Blick auf die Stadt und das Feuerwerk garantiert. Dazu gibt es eine breite Spanne von Specials an diesem Abend. Von mehrgängigem Menü bis zur Weinprobe – für alle Portmonees ist etwas dabei.

Weitere Infos gibt es hier

Warum Silvester nicht mal am Meer verbringen?

Warum Silvester nicht mal am Meer verbringen?

2.Wer Silvester an der Nordsee, St. Peter-Ording oder Sylt verbringen will, dem bietet sich ein beeindruckender Anblick beim Feuerwerk über dem Meer, um danach auf der Westerländer Strandpromenade ins neue Jahr zu tanzen.

Auf Airbnb findet ihr preiswerte Unterkünfte

Romantikurlaub in Paris - da darf das Liebesschloß nicht fehlen

Romantikurlaub in Paris – da darf das Liebesschloß nicht fehlen

3.Paris die Stadt der Liebe. Besonders an Neujahr sprüht die Metropole vor Leben und bietet mit einem gigantischen Feuerwerk über dem Eiffelturm den romantischen Höhepunkt des Silvesterabends. Wer seine(n) Liebste(n) noch überraschen möchte und einen günstigen Weg sucht, der sollte einmal hier nachschauen

Tipps für Partylöwen:

1. “Ein ticket, 3 locations, 5 floors, 100 kilo bassmusik, 3 tage kopfweh”. Zuerst tanzt ihr euch bei der Nachttanzdemo in Gießen mit “underthegrund” die Füße wund und alle die dann noch stehen können, haben für insgesamt 10 Euro gleich 3 Clubs zur Auswahl: Das MuK, Enjoy und Café Amélie in Gießen bieten euch alles von Funk über Reggae bis Deephouse. Alle Infos gibt es hier

2.Berlin: in der Hauptstadt findet jedes Jahr die größte Party Deutschlands mit über 1 Millionen Besuchern statt. Das bunte Feuerwerk über dem Brandenburger Tor und die vielen live acts machen den Rutsch ins Neue Jahr unvergesslich. Wie ihr am besten hinkommt findet ihr hier

3.Prag, die Hauptstadt Tschechiens, ist eine einzige Partymeile,

besonders an Silvester. Ob gebuchte Location oder spontane Entscheidung,

Prost! Prag ist für seinen Absinth berühmt berüchtigt

Prost! Prag ist für seinen Absinth berühmt berüchtigt

jeder Partybegeisterte wird in Prag sein Wunschevent  finden. Wie ihr hinkommt? Zum Beispiel hier mit

 

Tipps für Backpacker und Spontane:

1.Silvester mit Blick auf den Ätna? Von der kleinen Stadt Taormina aus hat man einen eindrucksvollen Blick auf den Vulkan und ist trotzdem nur einen kurzen Fußmarsch von allen Bars und Restaurants entfernt. Preiswerte Unterkünfte findet ihr hier

Egal wo man feiert - Wunderkerzen gehören einfach dazu!

Egal wo man feiert – Wunderkerzen gehören einfach dazu!

2.Nicht nur berühmte Künstler, Grachten und das Nachtleben machen Amsterdam zu einer besonderen Stadt. An Silvester verwandelt sich die Altstadt in eine einzige  Partymeile und Menschen aus aller Welt strömen in die Stadt. Wem später kalt wird, der kann es sich in einem der vielen Coffeshops bequem machen und entspannt die Live Musik genießen. Damit euer Trip unvergesslich wird, hier noch ein paar Tipps

3.Silvester gleich zwei Mal erleben? Das ist nicht unmöglich! Zuerst Neujahr in Neuseeland genießen und dann am 1.1.2017 ganz gemütlich nach Tahiti fliegen, um dort am 31.12.2016 anzukommen und das Neue Jahr ein zweites Mal zu begrüßen.Flüge gibt es zum Beispiel hier

 

Tipps und Fotos von Kim Hornickel




Mit Geschichte spielen

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Schon einmal etwas von Askiya gehört? Im Spiel Civilization lernt man nie aus

Wer heutzutage denkt, dass Computerspiele nur eine Spielerei für Kinder sind, der hat vor vielen Entwicklungen der letzten Jahre die Augen verschlossen. Die Industrie dahinter erwirtschaftet jährlich Milliarden, Grand Theft Auto V im Jahr 2013 beispielsweise mehr als drei Milliarde US-Dollar an den ersten drei Verkaufstagen. Auch auf ganze Gesellschaften nehmen Computerspiele schon Einfluss. In Südkorea haben Profispieler von StarCraft 2 oder League of Legends eine Fangemeinde, wie in Deutschland Fußballstars. Computerspiele  haben  sich mittlerweile zu einem gesamtgesellschaftlichen Unterhaltungsmedium entwickelt – ähnlich wie Filme. Und genau wie der Film, so zieht auch das Computerspiel viele Anregungen, Ideen und Settings aus der Geschichte.

Filme mit historischer Handlung können in drei Kategorien

Zu Beginn des Spiels Civilisation legt man das Setting fest: Wie soll die Welt aussehen?

Zu Beginn des Spiels Civilization legt man das Setting fest: Wie soll deine Welt aussehen?

eingeteilt werden. Schlechte Historienfilme, gute Historienfilme und akkurate Historienfilme. Grade letztere sind jedoch selten, denn zu reizvoll für Drehbuchautoren und Regisseure ist es doch, die Geschichte größer dazustellen, als sie war. Ein Film soll eine Geschichte erzählen und unterhalten. Tut er das, so hat er seinen Zweck erfüllt. Dann kümmert es nur noch den Archäologen, wenn Kaiser Marc Aurel im Film „Gladiator“ von Ridley Scott in seinem Palast in Rom ein Marmorstandbild des Kaisers Septimius Severus aufgestellt hat, der eigentlich erst 13 Jahre nach ihm an die Macht kam. Es mag Leute geben, die sich über solche Details ärgern, doch dem Film als solchem, als Kunstform wie auch aus kommerzieller Sicht, hat dies nicht geschadet. Was für Filme gilt, das gilt auch für Computerspiele, die in einem historischen Rahmen angesiedelt sind. Manche mögen mit ihrer Thematik freier umgehen als andere, doch das ist für die Qualität des Spiels nicht von Belang. Was zählt sind die Präsentation durch Grafik und Sound, die Gestaltung von Spielverlauf und Steuerung, wodurch letztlich das erreicht wird, was für ein Computerspiel zählt, nämlich der Spielspaß.

Geschichte selbst simultieren

Der erste Schritt zum Weltreich: Das Siedeln

Der erste Schritt zum Weltreich: Das Siedeln

Als Beispiel soll die Reihe „Civilization“ dienen, deren sechster Teil kürzlich erschien. Civilization ist ein rundenbasiertes Strategiespiel, was heißt, dass der Spieler und entweder vom Computer gesteuerte oder menschliche Mitspieler der Reihe nach ihre Spielzüge ausführen, genau wie bei einem Brettspiel. Das Spiel simuliert die Geschichte der Menschheit von der Jungsteinzeit bis in die Gegenwart und ein Stück darüber hinaus. Hierzu schlüpft der Spieler in die Rolle des Oberhauptes einer Zivilisation.

Hier ist schon eine erste Besonderheit zu nennen, denn zusätzlich zu den großen Nationen und Gestalten, die man gemeinhin aus dem Schulunterricht kennt (z.B.: Alexander der Große und Griechenland, Napoleon und Frankreich oder Bismarck und Deutschland) sind auch immer einige Völker und Anführer jenseits des europäischen Tellerrands vertreten (Schon mal von Askiya Muhammad und dem Songhai-Reich gehört?). Runde für Runde erforscht man die Welt, gründet Städte, baut diese aus, trifft andere Nationen, handelt, führt Krieg, baut Weltwunder und forscht. Forschung ist das A und O um seine Zivilisation voran zu bringen. Die Auswahl an Technologien umfasst klar umrissene Techniken (das Rad, die Schrift oder die Dampfmaschine), über ganze Disziplinen der Wissenschaft (Physik oder Biologie), bis hin zu komplexen sozialen und geistesgeschichtlichen Phänomenen (Philosophie und Theologie bis hin zur Globalisierung).

Die Geschichte wiederholt sich nicht

Zum Sieg führen stets mehrere Wege und die große Auswahl an Zivilisationen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Schwerpunkten, sowie immer neue vom Computer generierte Weltkarten lassen kein Spiel wie das vorherige werden. Wer kennt das nicht? Da siedelt man friedlich als erster Konsul Gandhi von Indien vor sich hin, gründet Städte, sammelt Kunst und Kultur an und will friedlich mit seinen Nachbarn zusammen leben, da wird man von Präsident Shakas Zulu-Kriegern überfallen, welche sich dann auch noch mit den Legionen des Königs Augustus verbünden.

Willkommen in Gao. Hier kannst du die Geschichte neu schreiben.

Willkommen in Gao. Hier kannst du die Geschichte neu schreiben.

Man ist gezwungen Armeen auszuheben und baut die Chinesische Mauer um seine Grenzen herum, nur um nach Jahren des Abwehrkampfes festzustellen, dass Genosse Hiawatha der Sowjet-Irokesen in den tiefen seiner Wälder ein Raumschiff gebaut hat, dieses in den Weltraum schickt um eine neue Erde zu finden und damit den Wissenschaftssieg davonträgt. Doch das Spielprinzip entwickelt rasch eine solche Sogwirkung, dass man Niederlagen schnell wegsteckt und manchmal beim Spielen komplett die Zeit vergisst.

Kein Lerneffekt?

Was hat das nun mit der tatsächlichen Geschichte zu tun, werden sich viele nun entsetzt fragen? Nun, nicht direkt. Aber Teil des Spiels ist auch stets eine umfangreiche „Civilopädie“, eine Datenbank mit Informationen zu allen Nationen, Staatsoberhäuptern, Einheiten, Gebäuden, Weltwundern und Technologien im Spiel, die aber natürlich nur grundlegende Informationen enthält, diese aber anschaulich und unterhaltsam präsentiert. Wie war das also nun mit Askiya Muhammad und seinen Songhai?

Interssiert an noch mehr Geschichte in Computer-Spielen? Dann schaut euch unsere Top 3 an.

 

Artikel von Moritz W.

Screenshots von Marek Szabowski




Foodsharing – Wenn teilen nur immer so lecker wäre

Gesundes Essen ganz umsonst

Foodsharing findet beinahe täglich im Café Amelie (Walltorstraße 17, 35390 Gießen) statt. Es handelt sich dabei um eine kostenlose Fairteilung von Lebensmitteln, die Bauern und Betriebe abgeben, damit sie kein trauriges Ende im Kontainer finden.

“Kein trauriges Ende im Kontainer”

Foodsharing 2

Food Sharing ganz nach dem Motte „Restlos glücklich“.

 

 

Das Prinzip ist einfach: Man geht hin, nimmt sich von dem leckeren Obst, Gemüse oder Backwaren was mit und geht wieder. Ohne selbst etwas mitbringen oder bezahlen zu müssen.

Foodsharing 4

Es darf ruhig ordentlich zugegriffen werden

 

 

 

 

 

 

 

“Im Kampf gegen Verschwendung”

Der Sinn der Sache soll sein, der Wegwerfgesellschaft entgegenzuwirken. Jeder ist herzlich dazu eingeladen einfach mal vorbeizuschauen und/oder sich als freiwilliger Helfer zu engagieren.

 „Was zum...?!“ Eine UNIversum Redakteurin entdeckt Neues

Was zum…?!“ Eine UNIversum Redakteurin entdeckt Neues

 

 

Die Food Saver Crew ist sechs Tage die Woche im Einsatz um der Verschwendung den Kampf anzusagen, dabei können sie jeden Helfer gut gebrauchen, gesteht Antje.

Das Foodsharing-Team

Das Foodsharing-Team

 

Mehr Informationen zum Foodsharing in Gießen und genaue Fairteilungszeiten findet Ihr unter auf der Facebook-Seite. Für weitere Informationen zur deutschlandweiten Foodsharing-Organisation klicke hier.

 

Fotos von Isabella Pianto und Kim Melina Hornickel




Die PARTEI verliert Platz im Studierendenparlament!

Überblick über die vergangenen StuPa – Wahlen

StuPa Wahlen neu

Erstmalig fand in diesem Jahr ein rein elektronisches Wahlverfahren an der JLU statt, das es den Studenten erleichtern sollte ihre Stimme abzugeben. Der Wahlausschuss versprach sich davon eine höhere Wahlbeteiligung, als die enttäuschenden 17 Prozent aus dem Vorjahr. Zum großen Sprung hat es noch nicht gereicht, doch kletterte die Zahl der wählenden Studenten immerhin auf 21,9 Prozent.

Wie schon im letzten Jahr konnten die Jusos die Mehrheit der Stimmen (1887) für sich verbuchen, gefolgt von UniGrün (1142), die ihren Stimmanteil im Vergleich zu 2015 um fast 5 Prozent steigerten. Den dritten Platz belegte erneut die StudentenUnion (691), die ebenfalls einen kleinen Anstieg von knapp 2 Prozent verzeichnete.

Wahlen_Veränderungen zum Vorjahr

Den verhältnismäßig größten Anstieg verbuchte jedoch eine der kleinen Parteien. Mit 346 Stimmen bzw. 5,6 Prozent der gesamten Wählerschaft konnte Bitte Beachten! ihre Wählerzahlen im Gegensatz zum Vorjahr mehr als verdoppeln. Als Verlierer der Wahlen zog Die PARTEI vom Feld. Die Satire-Partei, die letztes Jahr erstmals in das StuPa einzog, musste mit 6,6 Prozent (406) aller Stimmen fast ein Drittel ihrer Wählerschaft einbüßen.

Dieser Zustand macht sich auch in der Vergabe der Sitzverteilung im Studierendenparlament deutlich. Während alle anderen Parteien ihre Sitzanzahl halten oder sogar anheben konnten, muss Die PARTEI nun einen ihrer zuvor drei Parlamentssitze abtreten.

Sitzverteilung 2015_2016

Mit dem Sieg der Jusos können sich alle Studenten der JLU im kommenden Sommersemester wohl erstmalig auf einen kostenlosen Eintritt ins Freibad am Schwanenteich freuen.

Näheres über die Ergebnisse der FSR – Wahlen findet ihr unter: www.inst.uni-giessen.de/studi-wahlen/FSR-Ergebnisse-15-16.pdf

Ein Bericht von Jonas Menke