27 Okt

Wie aus Träumen Realität wird: Philip Beck lädt Leser auf eine Reise durch seine Welt Elementarien ein

Lehramtsstudent Becke ist stolz auf sein erstes Werk

Lehramtsstudent Becke ist stolz auf sein erstes Werk

Die Nacht ist zurückgekehrt, ein dunkles Übel erhebt sich erneut und ganz Elementarien ist in großer Gefahr.  Nur Håvard erkennt die Zeichen der Zeit, doch kann er Elementarien allein retten?In seinem Erstlingswerk „Die Hitze des Sommers: Die Flammen der Finsternis“ lädt Philip Beck die Leser auf eine spannende Reise durch die Welt Elementariens. Im Interview erzählt der Lehramtsstudent aus Gießen, was die Schwierigkeiten eines Nachwuchsautors sind und wie es weiter gehen soll.  

Die Anfänge

„Ich habe es anfangs nur für mich selbst gemacht. Doch es hat mir Spaß gemacht und es zu veröffentlichen das war ein Traum“, erinnert sich Beck an seine Anfänge. In der 12. Klasse, während einer kreativen Einheit im Deutsch-Unterricht, erkannte der Lehramtsstudent sein Talent. „Ich finde Sprache faszinierend und hatte richtig Freude am Schreiben“. Dass dabei mal ein Fantasy-Roman entstehen würde, daran hatte  er jedoch nicht gedacht, erklärt Beck. „Ich habe nie wirklich gerne gelesen, viel eher habe ich mir Hörbücher angehört“, gibt er zu. Ein Autor jedoch hatte es Beck angetan. J.R.R. Tolkien und sein Werk „Der Herr der Ringe“. „Eine lebendige Welt zu schaffen, mit eigenen Völkern, Wesen und einer eigenen Mythologie, das fand ich beeindruckend“, macht der Lehramtsstudent deutlich.

Autor und Verleger in einem

Von der ersten Idee bis zum Roman war es jedoch noch ein weiter Weg. Denn mit dem Schreiben begann Beck erst während Studiums. In den Semesterferien des vierten Semesters und denen des darauffolgenden wuchs der Roman immer weiter. „Die reine Schreibzeit betrug vielleicht nur knapp drei Monate, aber alles zu überarbeiten war enorm zeitfressend“, erklärt der Autor. Die Grundhandlung sowie die wichtigsten Stationen hatte er bereits vorher im Kopf. Den Rest habe er mit spontanen Ideen gefüllt. Die richtige Arbeit, erinnert sich Beck, folgte jedoch erst noch. Das Buch brauchte ein Cover, Illustrationen und einen Verlag. „Einen Verlag zu finden ist schwierig. Deswegen habe ich mich für den Selbstverlag über Amazon entschieden“, erklärt der Lehramtsstudent.

Das Design des Buchcovers suchte Beck unter 20 EInsendungen aus

Das Design des Buchcovers suchte Beck unter 20 Einsendungen aus

Dort lässt er sein Buch unter dem Pseudonym P.T.J.R. Bêque drucken. „Ich habe mich von Erich Maria Remarque inspirieren lassen. Er hatte das „-k“ in seinem echten Nachnamen durch ein „-que“ ersetzt – so auch Beck. Das Cover schrieb er über 99designs aus, einer Plattform auf dem jungen Designer versuchten, die Vorstellungen des Autors zu erfüllen. Gewonnen hat schließlich ein 19-jähriger Inder, dessen Konzept mit einer im weißen Licht stehenden, hübschen jungen Frau und einem Wolf, Beck am meisten überzeugte. In Zukunft will er mit dem jungen Designer auch weiterhin zusammenarbeiten. „Wir haben weiterhin Kontakt und sind inzwischen auch Freunde geworden“, so der Autor.

Die Zukunft der Buchreihe

Das Studium der Biologie und der Evangelischen Theologie an der JLU hatte auf sein Werk kaum einen Einfluss. „Als ich die Welt erschuf habe ich mich bei der Mythologie ein wenig am Altgriechischen orientiert“, erklärt Beck. Denn davon habe er sehr viel im Studium übersetzen müssen, erinnert er sich schmunzelnd. Dennoch spielen Religion, Glauben sowie Toleranz und Akzeptanz in Elementarien eine große Rolle. „Das Thema ist mit der Zeit immer aktueller geworden, das hatte ich beim Schreiben gar nicht eingeplant“, sagt der Lehramtsstudent. Zudem gehe es natürlich um den Kampf des Guten gegen das Böse. Dabei begleite man den jungen Håvard auf seiner Reise, die voller Geheimnisse ist, die letztendlich erst mit dem vierten Band gelöst werden sollen. „Ich mache das Ganze nicht des Geldes wegen. Ich will nur irgendwann auf meine Tetralogoie zurückblicken und sagen das habe ich geschaffen“, blickt Beck in die Zukunft. Fest steht, dass noch vor seinem Referendariat im Mai kommenden Jahres das zweite Buch fertig sein soll. „Ich habe bereits die ersten Kapitel geschrieben und das Konzept fertig“, so der Autor. An Ideen, so Beck, mangele es ebenfalls nicht –  Leser müssen sich also keine Sorge machen: Es wird weitergehen.

Wer von euch nun mal Lust hat in der kalten und dunklen Jahreszeit etwas Licht ins Dunkel zu bringen, der kann sich Becks Werk auf Amazon kaufen.

„Flammen in der Finsternis: Die Hitze des Sommers“. 444 Seiten, 13,96 Euro.

 

Artikel und Bilder von Marek Szabowski

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